Nordspanien Sommer 2019

1. Tag

Ausnahmsweise kommen wir mal frühzeitig in die Gänge. Schon kurz nach zehn ist das Motorrad bepackt und wir fahren los. startbereitWir verlassen Basel Richtung Laufental, durch welches wir schon bald Delémont erreichen. Von hier geht es weiter in den Jura. In Saignelégier wollen wir einen Kaffeehalt einlegen, was uns das geschlossene Restaurant allerdings verunmöglicht. Also weiter bis Le Noirmont. Hier haben wir mehr Glück und geniessen Kaffee und Zigaretten. Danach geht es weiter über La Chaux de Fonds nach Le Locle und schwups sind wir in Frankreich. Dem Doubs folgend fahren wir Richtung Besançon bis wieder eine Pause fällig wird. Ort und Wetter sind herrlich, der Kaffee leider gar nicht.Pause am Doubs Da es deutlich wärmer ist als auf den Jurahöhen, lassen wir uns die gute Stimmung aber nicht trüben. Je weiter wir kommen, desto mehr Verkehr hat es. Bis wir die Route National verlassen. Nun geht es wieder zügiger vorwärts. Noch eine kleine Pause irgendwo mitten im Wald und kurze Zeit später sind wir in Lons-Le-Saunier. Hier beenden wir die Fahrt für heute, machen einen kleinen Stadtbummel und suchen uns dabei ein Restaurant. Ein feiner Drei-Gänger rundet den Tag ab, gefolgt von einem Absacker auf dem Marktplatz.

2. Tag

Nach einem mehr als reichlichen Frühstück auf der Terrasse fahren wir auf wenig einladenden, also geraden, Strassen Richtung Lyon. Wir lassen dabei Bourg-en-Bresse links liegen. Lyon passieren wir auf der Autobahn und kurze Zeit später biegen wir ab Richtung St. Etienne. Auch hier noch immer Autbahn-ähnliche Strassen. Aber irgendwann ist auch das vorbei und wir schwingen uns durch das nördliche Zentralmassiv. Einfach herrlich. Allerdings wird es in der Höhe auch deutlich kühler. "Dank" den langen Autobahn-Etappen erreichen wir unser Ziel schon um vier Uhr. Ein wunderbares "Chambre d' Hôte" in Saint-Bonnet-le-Chastel. Nur das Bett ist zu kurz.kurzes Bett

3. Tag

Beschwingt geht die Fahrt weiter durch die hügelige Landschaft des Zentralmassivs. Erst auf eher schmalen Strassen mit engen Kurven, dann auf breiten Strassen mit weiten Kurven. Tempolimit wird gerne mal übersehen; zu einladend die leeren Strassen im Nirgendwo. Die Landschaft, durch die wir brausen ist wunderschön. Die Temperaturen steigen von Stunde zu Stunde. Ab Capdenac folgen wir dem Lot Richtung Cahors. Ein prächtiges Tal, geformt von einem prächtigen Fluss. Kurz vor Cahors verlassen wir das Tal Richtung Süden und fahren auf kurvigen Nebenstrassen gen Hotel, das wir früher gebucht haben. Bei weit über 20 Grad geniessen wir das wohl verdiente Feierabendbier bzw. -wasser auf der Terrasse. Gefolgt von einem feinen 3-Gänger, gefolgt vom Absacker. Morgen soll es noch wärmer werden.

4. Tag

Der Tag beginnt angenehm mild. Zu kühl, um draussen zu frühstücken, aber perfekt fürs Motorradfahren. Es beginnt mit einer Fahrt auf recht kurvigen Nebenstrassen. Durch liebliche Landschaften, die mit ihren Mohn bestückten Weizenfeldern an Van Gogh erinnern. Auf diese Weise geht es ungefähr bis Agen. Danach wird es langweiliger. Alles ziemlich flach und nur noch schnurgerade Strassen. Alle paar Kilometer mal ne leichte Biegung. Und die Temperaturen steigen an. Ortsdurchfahrten mit fast keinem Fahrtwind werden unangenehm. Bei Mont de Marsan legen wir noch eine Tankpause inkl. Erfrischung ein. Danach geht auf vorwiegend Autobahn-ähnlichen Schnellstrassen weiter. Der erhöhte Fahrtwind wird gerne in Kauf genommen. In Dax, wo wir für heute Schluss machen, hat es ca. 35 Grad. Schreit nach Dusche und kühlem Getränk. Abendessen in der Altstadt beim "Heilbrunnen".Heilbrunnen

5. Tag

Fahrerisch beginnt der Tag so, wie der gestrige geendet hat. Immer gerade aus. Bei Bayonne ändert dies allerdings. Ortsdurchfahrt an Ortsdurchfahrt. Zwischen durch mal Strand, der zur Pause einlädt.Strand Wir kommen kaum vorwärts. Auch nach der Grenze zu Spanien ändert sich kaum etwas. In San Sebastian, unserem Tagesziel, wird es noch schlimmer. Das Verkehrsregime hier ist eine Katastrophe für Ortsunkundige. Plus sehr strenge Ordnungshüter, sprich Polizei. Somit haben wir einige Mühe, unsere Unterkunft zu finden und einen legalen Parkplatz in der Nähe. Danach machen wir uns auf, die Altstadt zu erkunden. Beginn am Strand,Strand San Sebastian via Kathedrale,Kathedrale San Sebastian Festplatz inklusive Schalmeienklänge,Schalmeiengruppe alter Brückealte Brücke in San Sebastian und schliesslich zum Abendessen im Pintxo-Restaurant.

6. Tag

Wir frühstücken in der Nähe unserer Unterkunft. Eher bescheiden, aber zumindest mit Kaffee. Dann ab Richtung Westen. Gewünscht ohne Autobahn, doch die Strasse, die das Navi vorschlägt, zeigt sich nach ca. 20km als gesperrt. Also zurück und auf die Autobahn ausgewichen. Die kurvigste Autobahn, die ich je befahren habe. Bei Bilbao verlassen wir diese und finden schliesslich eine wunderschöne Strecke ein wenig im Landesinneren. Eine Freude zum Fahren wie auch fürs Auge. So kommen wir doch noch nach Santander,Santander in Santander wo wir in einer Pension nahe der Altstadt logieren. Keine direkte Zufahrt, aber Lift und Rolltreppen. Ein kleiner Stadtrundgang an der Bucht und ein Abendessen in einer sehr lokalen Bodega runden den Tag ab.

7. Tag

Das Wetter weiter im Westen ist nicht besonders einladend. Also fahren wir lieber gen Süden. Durch die Berge ist dies recht amüsant und landschaftlich schön. Je weiter wir kommen, desto flacher wird das Gelände und die Strassen gerader. Dafür kommt mehr und mehr Wind auf, der das Fahren auch auf schnurgeraden Strassen nicht gerade angenehm gestaltet. Da unsere Landstrasse quasi parallel zur Autobahn verläuft, hält sich der Verkehr in Grenzen. Die uns entgegen kommenden Fahrzeuge lassen sich beinah an einer Hand abzählen. Viele Ortschaften, durch die wir fahren, gleichen eher Geisterstädten. Schliesslich erreichen wir Valladolid, wo wir für heute Schluss machen.
Altstadt Valladolid Altstadt Valladolid
Wie sich's gehört noch eine kleine Stadtbesichtigung und Abendessen in einem ziemlich einheimischen Restaurant.

8. Tag

Eine Art Sandwich mit iberischem Schinken zum Frühstück und ab geht's Richtung Nordwest. Erst mal auf Schnellstrasse, gefolgt von Nebenstrassen. Die sind zwar weniger verkehrsreich, aber genau so gerade. Und der Wind bläst noch immer. Rund herum ist vorerst alles ziemlich flach. Keine Bäume, keine Sträucher. Nur Weizen- und andere Felder.Weizenfelder Dann, in weiter Ferne, erste Anzeichen von Bergen. Langsam aber sicher sieht man auch wieder Gewächs, das einen Meter Höhe überschreitet, dann sogar wieder Bäume und kleine Wäldchen. Und die Strasse wird kurviger. Und dann verläuft die Strasse parallel zum Jakobsweg bzw. zu einem dessen Äste. Teilweise mit Wanderweg neben der Strasse, teilweise mit Pilgern auf der Strasse. Und mehr und mehr geht es bergauf. Hinter jeder Kurve müssen Pilger befürchtet werden. Das Tempo wird deswegen und wegen der schlechten Strasse erheblich gedrosselt. Und dann kommt noch Regen dazu. Zum Glück erst, als die Strasse wieder etwas besser ist. Und zum Glück nicht für lange. Lange genug um uns zusammen mit den sinkenden Temperaturen ein wenig frieren zu lassen. Aber auch das geht vorbei und wir erreichen das trockene, eher kühle Ponferrada. Hier werden wir zwei Nächte bleiben.

Stadttor Jungfrauenkirche

9. Tag

Ruhetag heisst erst mal ausschlafen. Dann ausführlich frühstücken. Dann natürlich Stadtbummel. Wir nehmen uns in erster Linie die Tempelritterburg vor. Ein recht imposanter Bau. Teilweise Original, inkl. mittelalterlicher Erweiterungen, teils Rekonstruktionen aus dem letzten Jahrhundert.KreuzritterburgKreuzritterburgKreuzritterburg Kreuzritterburg Wegen Siesta ( des Personals) müssen wir die Besichtigung unterbrechen. Mal was anderes.Das Wetter ist weiterhin eher kühl und dann kommt noch Regen dazu. Zum Glück gibt es Lokale unter Arkaden. Und zum Schluss ein Lokal von innen, wo es Culjo (oder so ähnlich) gibt.

10. Tag

Der Westen ruft. Das Wetter sollte einigermassen passen. Also aufgetankt und ab geht die Post. Für kurze Zeit auf einer Schnellstrasse um der Agglomeration zu entkommen, danach auf Nebenstrassen. Wunderbare Landschaft, wunderbar zu fahren. Irgendwann werden die Strassen zu Strässchen, der Belag wechselt von neu zu mehrfach geflickt und schliesslich sogar zur Rollsplitstrecke. Wie der Zufall es will, folgen wir zeitweise wieder einem Pilgerroutenast. Scheint jener von Süden her zu sein. Während einer Pause beginnt es zu regnen. Wir warten eine Weile, bis es fast vorbei ist. Bevor wir weiter fahren noch schnell die Regenhosen übergezogen. Und die Route auf so geändert, dass wir nicht mehr auf schlechtem Terrain fahren. Die ersten paar Kilometer geht es bestens ohne Regen, ja sogar auf trockener Strasse. Aber leider nicht bis zum Ziel. Die letzten ca. 50 km fahren wir im Regen bzw. abwechslungsweise mal im Trockenen, mal im Regen. Dieser wiederum in wechselnder Intensitätät. Das Überziehen der Regenhosen hat sich gelohnt. Schliesslich erreichen wir Ourense bei Niesel. Kurzer Halt vor dem Hotel im Parkverbot zum Abladen. Motorrad dann weiter weg geparkt und dann ab ins Hotel. Bis wir bereit sind für den Stadtbummel, scheint die Sonne. Und dies dann bis es dunkel wird. Wir besichtigen in erster Linie die römische Brücke (neuere hat es auch)römische Brückeneusowie die Kathedrale. Beide in ihrer Art eindrücklich. Letztere mit etwas mehr Gold.KathedraleWie auch das Abendessen; Tintenfisch und Iberische Platte.

11. Tag

Noch etwas weiter westlich, dann ist gut. Wir fahren durch die Berge westlich von Oudense. Ungezählte Male überqueren wir den Fluss Sil, der auch Oudense prägt. Bevor wir "zu nah" an Vigo kommen, geht es Richtung Nordwest, südlich an Santiago vorbei. Hier werden die Strassen wieder ziemlich gerade. Schon fast am Ziel zwingt uns ein Autorennen zu einem Umweg. Nicht weiter schlimm, von der Tatsache abgesehen, dass leider nichts entsprechend ausgeschildert ist. Trotzdem erreichen wir schliesslich unser Ziel in Sardinero de Abajo. Wir übernachten und essen in einer kleinen Pension direkt am Meer. Etwas wärmer dürfte es jedoch sein.

12. Tag

Weiter westlich geht nicht mehr, also ab gen Osten. Abwechslungsweise auf Schnellstrassen, Hauptstrassen, Nebenstrassen, Neben-Nebenstrassen. Letztere meist eher kurz, dafür umso schlechter. Und vereinzelt auch mit Rollsplitt, vor allem gegen Schluss. Unser letzter Halt in einem kleinen Dorf bei einer Art Dorffest oder Gemeinschaftsessen. Kaum Leute, aber etwas zu trinken für uns. Danach länger als einem lieb ist Rollsplitt bis kurz vor unser Ziel. Diesmal ziemlich in den Bergen, ziemlich kühl, um nicht zu sagen kalt. Aber Unterkunft und Essen sind ok. Und wieder mal viele Pilger,Kirche mit Pilgerstop inklusive "offizielle" Zwischenstation. Es gibt kein Entkommen.

13. Tag

Der Tag beginnt durchzogen. Als wir aufstehen, liegt Nebel über dem Ort. Das Frühstück ist jedoch alles andere als neblig. Sogar Spiegelei gibt es. So gestärkt geht es los in einen Tag voller Fahrfreude. Bis wir alles geladen und verzurrt haben, hat sich auch der Nebel verzogen. Erstmal geht es weiter bergauf. Die Passhöhe auf knapp über 1000. Dann immer bergab auf kurvenreicher Strecke. Das freut den Fahrer. Und es kommt noch besser. Ab Canges geht es wieder rauf. Rauf zum Puerto de Leitariegos. Passhöhe und Skigebiet. Herrliche Umgebung, Bergfloraaber geschlossene Cafeteria. Pause gibt es trotzdem. Den Kaffee dann unten im Tal. Dann folgt ein Stück flach und eher gerade bis es wie rauf geht zum Puerto Ventana auf 1587 Metern. Die Südseite eher kahl, die Nordseite dann wieder grün. Ausser in der Schlucht des Tales San Pedro. Am engsten Stück hat es nicht mal mehr Platz für die Strasse. Tunnel hilft. In Las Vegas noch eine kleine Rauchpause, bevor es noch einmal rauf geht und schliesslich runter nach Pola de Lena, wo wir etwas ausserhalb nächtigen.

14. Tag

Der Tag beginnt mit einem eher bescheidenen Frühstück mit noch bescheidenerem Kaffee. Das Wetter ist kühl aber trocken. Leider nicht für lange. Schon bald legen wir einen Kurzhalt ein, um die Regenhosen über zu ziehen. So weiter und schon hört der Regen auf. Nicht für lange jedoch. Im mehr oder weniger strömenden Regen geht es hinauf Richtung Puerto de San Isidoro. Nicht mehr weit von der Passhöhe dann kein Regen mehr sondern Schneefall. Höchste Zeit für einen wärmenden Kaffee in der Bar auf dem Pass. Rundum ist alles weiss, ausser der Strasse. Schnee im SommerZum Glück. Noch eine Kleidungsschicht zusätzlich, da Minusgrade doch eher extrem sind. Nicht nur im Juni. Den Pass runter dann bei nachlassendem Regen, um bei Puebla zu tanken und den nächsten Pass in Angriff zu nehmen. Kaum unterwegs wieder starker Regen. Aber keine Chance, den Weg irgendwie angenehmer zu gestalten. Dies wäre unter diesen Umständen auch der schlechten Strasse wegen nicht das Dümmste. So aber geht es langsamer als einem lieb ist zum Puerto de Tama. Keine Bar! Nichts. Ausser Schneefall Matsch. Also runter in der Hoffnung auf baldige Einkehrmöglichkeit. Die bietet sich aber erst nach dem Puerto de San Glorio, wo der Wirt sofort Feuer macht. Danach ist es dann ziemlich vorbei mit dem regnerischen Wetter. So kommen wir müde und geschafft in Cabezon de la Sal an. Was für ein Tag.

15. Tag

Die Wettervorhersagen treiben uns gen Südosten. Es soll trocken bleiben und wärmer werden. Was sich glücklicherweise als richtig erweist. Ganz anders als gestern. Auf vorwiegend guten Hauptstrassen geht es über den Puerto del Escudo Richtung Süden. Ab dem Ebro-Stausee folgen wir einige Zeit selbigem Fluss. Inklusive schöner Schlucht. enge SchluchtAuf Nebenstrassen geht es durch hügelige Landschaft bis keine nennenswerte Hügel mehr da sind. Dann auf vorwiegend schnurgeraden Hauptstrassen Richtung Osten. Bis Vitoria-Gasteiz, wo wir für zwei Nächte gebucht haben.

16. Tag

enge GasseStadtrundgang und Besichtigung, was sonst. Nette Altstadt, viele Bars und Kaffees, Alte und neue Kathedrale, wobei die neue auch schon alt ist, Stadtmauerreste, Shopping-Strassen und wunderbare Plätze. Für einen Tag gar nicht mal so übel.

neue KirchePost

17. Tag

Ausgeruht geht es Richtung Südost auf guten Strassen in langgezogenen Kurven durch die nicht mehr sehr hohen Berge/Hügel. Je weiter wir kommen, desto gerader werden die Strassen. Die Route ist so gewählt, dass wir Pamplona südlich umfahren. Ab Tafalla wird es es wieder ein wenig bewegter; will heissen, mehr auf und ab und mehr links und rechts. Allerdings auch etwas holpriger. Durch zu Beginn des Tages recht hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, können wir hier das Tempo getrost drosseln, um nicht zu sehr durchgeschüttelt zu werden. Die Landschaft um uns herum ist wunderschön mit eher kleinräumiger Landwirtschaft.Strasse mit Landwirtschaft Und ziemlich menschenleer. Kurz vor unserem Tagesziel dann wieder Hauptstrasse mit zunehmendem Verkehr. In Jaca finden wir schnell unser Hotel und sind auch rasch unterwegs zwecks Erfrischung und kleiner Stadtbesichtigung. Altstadt JacaAbendessen in den Altstadtgassen bei milden Temperaturen.

18. Tag

Es wird ein Tag der fortwährenden Steigerung. Was den Fahrspass anbelangt. Es beginnt mit Autobahn, geht weiter mit Schnellstrasse und mündet dann in eine recht interessante Bergstrecke über den Puerto Cotefabblo. Danach zur Abwechslung wieder eher Schnellstrasse, die mehr und mehr kurviger wird, je weiter wir kommen. über den Coll de Fadas dann eine schmale Strasse mit glücklicherweise kaum Verkehr. Von der Passhöhe aus sehen wir schon bis Tremp, von wo aus wir später den Höhepunkt des heutigen Tages unter die Räder nehmen, den Coll de Boixols. Blick Richtung TrempEin Kurvenspektakel über 35km, das seinesgleichen sucht. Mit guter, nicht zu schmaler Strasse und kaum Verkehr. Immer wieder ein Vergnügen. Strasse zum BoixolspassVon der Landschaft ganz zu schweigen. Am Ende dieser Traumstrecke übernachten wir in Coll de Nargo.

19. Tag

Der Tag beginnt ähnlich, wie der gestrige geendet hat. Traumhaft schöne Landschaft mit der dazu passenden Bergstrasse. Ab Berga dann wieder mal Schnellstrasse bis zur Abzweigung Richtung Ripoll. Nochmals schöne Gegend mit fahrerfreundlicher Strasse. PauseDanach lassen wir es gut sein mit Kurven und streben auf mehr oder weniger direktem Weg, sprich geraden Strassen, unser Tagesziel Roses an. Damit hat der Weg von der spanischen West- zur spanischen Ostküste ein Ende. In Roses, Kitschiger Sonnenuntergangeinem klassischen Badeort am Mittelmeer, geniessen wir vor allem die uns fast schon fremden, sommerliche Temperaturen. Und ein letztes spanisches Abendessen.

20. Tag

Nachdem wir den Pyrenäen-Hauptkamm geflissentlich vermieden haben und nur südlich desselben gefahren sind, müssen wir nun Nordspanien verlassen. über die bis zum Mittelmeer reichenden Ausläufer. Auf einer schönen KüstenstrasseKuestenstrasse teils hoch über dem Meer , teils direkt am Strand. Landschaftlich erinnert es uns an die Côte d' Azur. Allerdings deutlich weniger verbaut. Danach werden die Strassen gerader und die Temperaturen höher, als uns lieb ist. Auf Nebenstrassen können wir also verzichten und entschliessen uns für die Autobahn. Somit können wir die eher eintönige Fläche bis zur Rhone relativ schnell hinter uns bringen. Bei ziemlich viel Seitenwind. So kommen wir bis Avignon, wo uns noch Zeit bleibt, die Altstadt, den Papstpalast Papstpalastund die viel besungene Brücke zu besichtigen.Bruecke in Avignon

21. Tag

Ein reichhaltiges Frühstück läutet einen eben solchen Tag ein. Erst mal aus der Stadt und Region raus. Auf verkehrsreichen Hauptstrassen bei Temperaturen um die 30 Grad. Je weiter östlich wir kommen, desto weniger Verkehr hat es auf mehr und mehr angenehm gewundenen Strassen. Weg in die AlpsenJe mehr wir in die Alpen kommen, desto angenehmer werden die Temperaturen. Unser Weg führt uns über Digne-les-Bains und kleinere Pässe bis nach Barcelonnette, wo wir ein Studio beziehen. Das Abendessen wird "gebirgiger", sprich mehr Wurst und Käse als Salat und Gemüse.

22. Tag

Heute geht es höher hinaus. Bei prächtigem Wetter nach einem Frühstück auf der Terrasse geht es Richtung bzw. dann auf den Col du Vars. Dort hat es erstaunlich viele Motorräder. Sind wir uns gar nicht mehr gewohnt. Auf der anderen Seite angekommen suchen wir erst ne Tankstelle, die unsere Karten akzeptiert. In Vars war dem nicht so. Vollgetankt dann rauf auf den Col d' Izoard vorbei an der Casse Déserte. Kurz nach der Passhöhe dann Kaffeepause. Dies lassen wir in Briançon aus. Auf dem Col du Lautaret dann aber ausgiebig, bevor es auf den Galibier geht. GalibierHier wird die Strasse von Jahr zu Jahr schlechter. Der viele Schnee des vergangenen Winters und Frühlings hat sicher nicht geholfen. Rund herum liegt noch ziemlich viel davon. Auf dem Weg runter Richtung Nord wie immer eine Pause auf dem Col de la Télegraphe. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis Modan, wo ein Zimmer auf uns wartet. Von der gesperrten Strasse mal abgesehen.

23. Tag

Von Modane aus kann es nur einen Weg weiter nordwärts geben. Und der führt über den Col de l' Iseran. Mit 2770 M.ü.M. einer der höchsten überhaupt. Kein Wunder also, liegt auch hier oben noch einiges an Schnee. Kaum zu sehen wegen des Nebels. Iseran im NebelWir bleiben bei der Kälte und dem Wind nicht lange und fahren zügig runter nach Val d' Isère und weiter Bourg-St-Maurice. Hier dann Kaffee. Nicht sehr guten, leider. Den guten gibts dafür am Stausee kurz nach der Passhöhe des Cormet de Roseland. RoselandBleibt noch einer bis zum Ziel, der Col des Saisies. Mit wechselnder Strassenqualität. Dies bis fast ganz runter zur Autobahn. Diese bringt uns noch die letzten Kilometer nach Chamonix.

24. Tag

Letzter Tag. Viel haben wir nicht mehr vor. Noch über den Col de la Forclaz und das war es dann auch. Also nicht ganz. Es warten noch etwa 230km Autobahn auf uns. Inklusive Stau vor Härkingen. Aber zumindest kommen wir trocken durch. Mit 5230km mehr auf dem Tacho wird die Honda in der Tiefgarage abgestellt.