unplanmässig Herbst 2014

unplanmässig
Herbst 2014

Sa.

So um elf Uhr morgens fahren wir los. Mit Ziel Pyrenäen. Erst mal auf die Autobahn Richtung Genf. Nicht besonders reizvoll, aber man kommt schnell voran. Vor allem auch wegen des eher geringen Verkehrsaufkommens. Bei Estavayer-Le-Lac legen wir eine Pause ein. Etwas Kaffee kann nicht schaden. Danach geht es weiter über Lausanne bis kurz vor Genf, wo noch aufgetankt wird. Vor Genf dann Stau. Nicht all zuschlimm, sodass wir bald wieder zügig unterwegs sind. Schon bald aber nicht mehr auf der Autobahn. Wir fahren auf Haupt- und Nebemsrassen über Frangy Richtung Aix-Les-Bains. Irgendwo wird wieder eine Pause eingelegt. Moto Guzzi Gespann

Aix lässt uns kalt und wirfahren weiter, immer mit einem offenen Auge bezüglich Hotels. In Chambery führt und eine Umleitung weg vom „Navi-Weg“, sodass wir unverhofft beim Hotel „Chateau de Candie" landen. Nicht gerade billig, aber die Dame an der Reception ist bemüht, den Preis tief zu halten. Chateau de Candie

Also bleiben wir da. Das erstklassige Restaurant beschehrt uns einen herrlichen Abend. Das Frühstück dann einen guten Start in den neuen Tag.

So.

Nach dem erwähnten Frühstück streben wir erst mal das Rhonetal an. Schon bald machen sich aber seltsame Geräusche von unten bemerkbar. Irgend etwas im Getrieb oder Kardanantrieb scheint nicht so zu sein, wie es sollte. An eine Fahrt in die Pyrenäen ist so nichtzu denken. Pannenhilfe am Sonntag hier am Arsch der Welt tönt auch nicht reizvill. Da die erwähnten Geräusche erst ab dem 3. Gang vernehmbar sind, entschliessen wir uns, im zweiten Gang zurück zu fahren. Das geht natürlich entsprechend langsam vor sich. Aber an eine Fahrt auf diese Weise bis zurück nach Basel ist nich zu denken. Vor allem auch, weil auch im zweiten Gang teilweise seltsame Geräusche vernehmbar sind. Also fahren wir nur bis Genf, wo wir am Bahnhof das Gespann abstellen und den Pannendienst rufen. die Moto Guzzi auf dem Abschleppfahrzeug

Eine Stundee später ist die Guzzi aufgeladen und wir gehen Bahnbillets kaufen. Basel einfach.

Mo.

Auskunft der Pannenhilfe war, dass die Rückführung des Fahrzeuges 3 bis 4 Tage dauern kann. Also nehmn wirs in Basel sehr gemütlich. Am Nachmittag dann ein Kurzer Ausflug in die Eremitage und auf dem Rückweg ein Abstecher in den M-Parc. Und dort klingelt dann das Telefon. Er stehe vor meinem Haus mit dem Gespann, meint der Fahrer. Ups. So schnll kann das gehen. Also nichts wie heim. Gespann in die Einstellhalle und Pläne geschmiedet für die Restzeit der Ferien.

Di.

Für unsere Verhältnisse früh aufgestanden, fertig umgepackt, auf Früstück verzichtet, anderes Motorrad bepackt und los geht's. Wiederum auf die Autobahn. Diesmal aber Richtung Vevey. Somit der erste Halt bei der Raststätte Le Gruyère, der schönsten überhaupt. Le Gruyere
Hier eine Art verspätetes Frühstück. In leichtem Nieselregen geht es weiter auf der Autobahn bis Martigny. Zwichndurch etwas mehr Regen, dann wieder weniger, dann wieder gar keiner. Ab Martigny folgen wir den Schildern, die zum Grossen Sankt Bernhard führen. Unterwegs noch eine Kaffepause gefolgt von einer Tankpause und dann rauf auf den Pass. Geht alles ziemlich zügig. Auf einer nassen Holzbrücke dann beinah das Ende der Reise. Das Hinterrad bricht aus und nur mit viel Glück (oder Können?) kommt es nicht zum Sturz. Weiter oben dann Nebel, aber nurnoch ein kurzes Stück bis auf den Pass. Hier beziehen wir ein Zimmer in der Auberge. Etwas ausruhen und dann noch Klosterkirche Gr. St. Bernhard
die Klosterkirche und den Klosterschatzaus dem Klosterschatz Gr. St. Bernhard
bestaunt. Das Ganze abgerundet mit währschaften „Bergler Maccaroni“.

Mi.

Der grosse Sankt Bernhard hüllt sich in dichtem Nebel als wir aufstehen. Nicht mal die Zollstation ist zu sehen. Nun, für's Frühstück spielt das ja keine Rolle. Gut und reichhaltig macht es uns fit für den Tag. Noch immer im Nebel machen wir uns auf Richtung Aosta. Nur wenige Höhenmeter unterhalb der Passhöhe schon kein Nebel mehr. Und kurz drauf schon die ersten Sonnenstrahlen. Aber ziemlich kühl ist es noch immer. Die Winterfutter bewähren sich. Die Passstrasse ist bis zur Einmündung der „Tunnelstrsse“ praktisch verkehrsfrei. Entsprechend zügig geht es voran. Von Aosta aus geht es dann Richtung Courmayeur. Auf dem Weg dahin legen wir eine Pause ein am Fusse einer beachtlichen Burg. Burg
Danach weiter und kurz vor Courmayeur abgebogen Richtung Colle San Carlo. Eine wunderschöne Passfahrt beschehrt uns das Navi hier. Ab La Thuille dann die nächste Passstrase. Diesmal hoch zum kleinen St. Bernhard, wo wieder eine Erfrischung fällig ist. Die Temperaturen sind so, dass nun Kühles gefragt ist. Und dies bleibt so. Auch auf dem Weg nach Val d'Isère und hinauf auf den Col de l'Iséran. Auch hier kaum Verkehr. Auf der Passhöhe, wo wir kurz anhalten, nur wenige Fahrzeuge. Auf dem Weg runter dan noch weniger. Wir beginnen langsam nach Unterkunft Ausschau zu halten. Hotels hätte es ja genug, nur sind die meisten geschlossen. In Lanselebour Lanslebour
werden wir schliesslich fündig. Nur ein paar Meter entfernt von der Abzweigung, die morgen zum Thema wird.

Do.

Auftanken, Reifendruck prüfen und ab durch die Mitte. Erstes Tagesziel ist der Pass Mont Cenis. In Windeseile geht es quasi vom Hotel aus bergauf, sodass wir in kürzester Zeit am Stausee auf dem Pass sind. Gerade recht, um einen besseren Kaffee zu trinken als jenen beim Frühstück. Mont Cenis
Das Wetter ist herrlich, der Himmel praktisch wolkenlos. Also nichts wie weiter. Runter nach Italien und dort rechts abgebogen Richtung Col de Bergnèvre????. Grösstenteils eine wunderbare Strecke. Erst die Anfahrt zum Grenzpass schmälert das Vergnügen ein wenig. Auf dem Pass dann Erfrischungszeit. Wir geniessen Drinks, Zigaretten und Sonne pur. Danach geht's runter nach Briançon und von dort gleich weiter auf den Izoard
Col de l' Izoard. Die Strasse beinah nur für uns. Entsprechnd zügig kommen wir hinauf, legen eine kleine Pause ein und fahren runter Richtung Guillestre. Macht alles sehr viel Spass. In Guillestre dann am Weg zum Vol de Vars ein Hinweis, dass der Cayolle teilweise gesperrt sei. Nicht so recht nach unserem Geschmack, aber wir fahren trotzdem zumindest mal auf den Vars. Dort schauen wir uns während der Pause das Ganze mal auf der Karte an. Sollen wir westlich oder östlich ausweichn? Oder gar nicht und warten bis 18:00 Uhr, wenn der Pass wieder offen ist? Wir entschliessen uns zu Letzterem. Frohgemut wollen wir weiter fahren. Nur springt die Honda nicht an. Der Fahrer hatte doch tatsächlich den Schlüssel nicht nur stecken lassen sondern dies auch noch auf Stellung Zündung. Das immerwährende Fahrlicht hat den Rest erledigt. Zum Glück finden wir auf Anhieb jemandem mit einm Starterkabel, der uns auch sofort seine Hilfe anbietet. So sind wir nach wenigen Minuten doch noch bereit für die Weiterfahrt. Diese geht zügig voran und bald sind wir der Ubay folgend in Barcelonnette. Dort wird bei laufenden Motor getankt und eingekauft, bevor es weiter geht Richtung Cayolle. Ziemlich genau um fünf stehen wir an der Sperre. warten auf Gayolle
Also maximal eine Stunde warten, aber mit der leisen Hoffnung, es würde nur bis halb sechs gehen. Hier kommt nun der Einkauf zum Tragen. Etwas zu essen und etwas zu trinken verkürzen die Wartezeit. Und tatsächlich: kurz vor halb sechs beginnen die Bauarbeiter, aufzuräumen, und wir sind wenige Minuten später wieder „on the road“. Vor uns natürlich niemand, sodass wir auf der schönen Fahrt über diesen Prachtspass von niemandem aufgehalten werden. Dafür ist dann die Hotelsuche auf der anderen Seite nicht ganz einfach. Und wir haben es eilig, Unterkunft zu finden, weil sich Gewitterwolken auftürmen. Beim virten Versuch hiess es dann nicht „fermé“. Und Garage hat es auch noch. Das Gewitter kann kommen.

Fr.

Von Villneuve aus geht es schnurr stracks auf den Col de Valberg. Ohne Pause auf der anderen Seite runter und dort abgebogen in die Schlucht des Cian. Tiefroter Felss türmst sich links und rechts der Strasse auf. Teilweise ist die Schlucht so eng, dass man beinah beide Seiten gleichzeitig berühren könnte. Ein Schauspiel sondergleichen. Gorges de Cian
Weiter unten wechselt dann die Farbe der Felsen von rot zu grau und die Schlucht wird etwas weiter. Aber immer noch spektakulär. Gorges de Cian
Am Ende der Schlucht biegen wir ab nach links und machen im ersten Ort Halt für Kaffee und Co.. Auf der Nationalstrasse geht es anschliessend noch ein Stück weiter, bis wir sie Richtungs Levens verlassen. Wir ziehen es vor, auf einer Nebnstrasse Richtung Nizza zu fahren. Der kleine Umweg lohnt sich wirklich. Tolle Strasse hinauf nach Levens, toller Ort für eine Erfrischung und angenehme Weiterfahrt Richtung Nizza. Kurz vor Nizza leitet uns das Navi nach Osten, sodass wir die Grossstadt grossräumig umfahren und schliesslich auf der Küstenstrasse
hoch über dem Mittelmeer nach Menton fahren. Dort dann doch noch bis runter ans Meer, dem Strand entlng bis hineien nach Menton. Das Ganze hier ist uns nicht einladend genug, um zu bleiben. Also peilen wir Sospel an, ein hübscher Ort auf dem Weg zum Turini-Pass. Der Pass muss aber bis morgen warten. Wir besichtigen den Ort und geniessen vor allem den sonnigen Spätnachmittag und anschliessend noch was zu essen beim Italiener.

Sa.

Stahlblauer Himmel. Wenig Verkehr. Frisch aufgetankt. Alles bestens für eine Fahrt über den Turini, auf dem wir noch eine Kaffeepsue einlegen. Runter dann auf teilweise drittgradigen Strassen und weiter Richtung Col de St- Martin. Zigarettenpause
Auch der gehört uns fast alleine. Vom Tal der Tinné aus geht es dann auf den Col de Gouillore. Eine recht wild anmutende Gegend im unteren Teil der Passstrasse, die wie an den Brg geklebt wirkt. Weiter oben dann wieder mehr „gepflegte“ Landschaft. Der Halt auf der Passhöhe dient vor allem der Nikotinaufnahme, da die Aussicht eher bescheiden ist. Aber auch von hier müssen wir wieder runter. Und zwar direkt ein weiteres Mal durch die Gorges de Cian. Kann nicht schaden, etwas zwei Mal zu sehen. Und prompt finden wir noch eine Stelle, die die zweite Fahrt mehr als gerechtfertigt. Gorges de Cian

Gorges de Cian
Ganz unten dann nach rechts abgebogen und eine weitere Schlucht angepeilt. Diesmal die Gorgs de Daluis. Unterwegs aber zuerst noch eine Erfrischungspause. Die Daluisschlucht ist wie immer eine Augenweide. Gorges de Daluis
Weiter als die des Cian, bzw. die Strasse verläuft weit über dem Fluss, sodass die Enge nicht so sehr wirkt. Von Guillaume aus nehmen wir dann den letzten Pass für heute in Angriff. Der eher wenig befahren Col des Champs macht auf der Ostseite wirklich viel Spass. Die Landschaft ist höchst abwechslungsreich, die Westseite dann aber eher mühsam. Sehr schmal, viel Wasserrinnen, die die Fahrt immer wieder bremsen. Und enorm enge Kehren. Aber auch das hat mal eine Ende, wie auch unser Tag. Diesn beenden wir in Colmars, von wo aus wir morgen je nach Wetter weiter fahren.Colmars
Nacht unter Dach

So.

Wieder blauer Himmel, wieder wenig Verkehr und wieder frisch aufgetnkt. So geht es los Richtung Norden hinauf auf den Col d' Allos. Wie immer eine wunderschöne Fahrt. Zügig bis zur Skistation, eher gemütlich die schmale Passstrasse hinauf. Oben kein Kaffe wegen zu. Also gemütlich runter bis Barcelonette. Hier dann aber dringend Kaffee. Bevor es weiter geht Richtung Gap, an jenem vorbei und hinauf auf den eher bescheidenen Pass Col du Festre. Auf dem Wg hinauf macht es den Anschein, als käme mehr als nur ein bisschen Regen auf. Also schnell die Regenhosen übergezogen und weiter im Text. Und da ist es auch schon vorbei mit dm Regen. Macht nix. Die Vorhersagen waren ja ziemlich verschieden. Viellicht bekommt die schlechtere doch noch Recht. Weiter geht die Fahrt nach Corps und von dort über kleinste Nebensträsschen nach Vallbonnais. Der Col d' Ornon ist als nächstes dran. Gefolgt vom Col de la Croix de Fer. Croix de Fer
In zügiger Fahrt geht es das Tal hinauf, am Stausee vorbei wie auch an der Abzweigung zum Glandon. Auf dem Croix de Fer dann herrliche Aussicht aber nix zu trinken. Alo zurück zur Abzwigung zum Glandon und über dieesen runter nach La Chambre. Mit dem angepeilten Hotel haben wir aber Pech weil zu. Nich weit entfrnt finden wir Platz in einem Ibis Hotel. Und ein Restaurant hat es auch in der Nähe.

Mo.

Mit noch genügend Restsprit geht es erst Mal auf dn Col de la Madeleine. Dank bestem Wetter haben wir wunderbare Fernsicht, unter anderem zurück zum gestrigen Glandon-Pass. Madeleine
Die Fahrt runter wiederum ohne Verkehr. Erst suf der Schnellstrasse nach Bourg-St.-Maurice dann ein wenig mehr. Trotzdem kommen wir zügig voran und ab Bourg zügig hinauf zum Cormet de Roseland. Unweit der Passhöhe machn wir eine kurze Puse. Die Gegend lädt zum Fotohalt. am Cormet de Roseland
Kurz nach der Passhöhe dann ine richtige Pause am Stausee. Bevor es nach Beaumont runter geht. Dabei das eine oder andere Mal leicht gebremst durch Rollsplit. Noch ein kurzer Tankstop und dann hinauf zum Col des Saisies, wo wiederum Kaffee von Nöten ist. Alpenblick
Der macht uns fit für den nächsten Pass, den Col des Aravis. Hier fahren wir direkt weiter und runter Richtung La Clusaz, wo auch schon der Col de la Colombière wartet. Auf diesem dann das beinah vertraute Bild; Bar zu. Col de la Colombière
Also runter mit trockener Kehle nach Scionzier. Diee Suche nach Übernachtungsmöglichkeit beginnt auf der Talfahrt. Ohne Erfolg. Dies bleibt so für eine ganze Weile bis wir schiesslich fast am Genfersee in Armoy fündig werden. Und unsere Alpenfahrt ein Ende findet, da vor uns keine Alpen mehr liegen.

Di.

Das Wetter ist nicht einladend genug, um die Fahrt nach Hause ausgedehnter zu gestalten als nötig. Also runter von Léman Alpn und weiter nach Genf. Hier gibts noch eine Kaffeepause am See bevor es auf die Autobahn geht. Ein Tankstopp und eine Erfrischungspause später sind wir zurück in Basel. Zumindst hatten wir die Regenbekleidung vergebens angezogen. Der Rest der Fahrt war, wie Autobahnfahrten eben sind. Aber das Ziel ist ja auch nicht schlechtBasler Münster