Westalpen Sommer 2013

Erster Tag

Etwas verspätet verlassen wir Basel. Einen Tag später als gehofft, weil am Sanstag das Wetter nicht einladend genug war, einige Stunden zusätzlich, weil zu lange geschlafen wurde. Dafür stimmt jetzt aber das Wetter und der Verkehr auf der Autobahn. Ohne Lastwagen geht es einfach einfacher. So kommen wir zügig voran, an Bern vorbei, an Fribourg vorbei, bis zum ersten Halt auf der wohl schönsten Raststätte überhaupt: La Gruyère im Greyerzerland. Hier geniessen wir eine Erfrischung, ruhen ein wenig aus
Raststätte La Gruyere
und betrachten die bemalten Kühe. Danach geht es weiter bis Monthey, wo wir noch tanken. Schon bald wird der Sprit teurer werden, denn von hier aus verlassen wir die Schweiz über den Pas de Morgin.
Pas de Morgins
Beim See auf dem Pass machen wir wieder Pause. Es wimmelt von Mountainbikern, die, so wie es uns scheint, Abends länger brauchen, ihre Velos zu reinigen, als sie Zeit auf denselben verbringen. Vom Pas de Morgin aus fahren wir runter Richtung Abondance. Eine Strassensperrung zwingt uns zu Umwegen, die uns beinah bis zum Genfersee führen. Aber schliesslich finden wir auf die gewünschte Strecke zurück. Da es schon gegen Abend geht, halten wir Ausschau nach Unterkunft. Beim ersten Versuch werden wir abgewiesen. Alles voll. Wohl wegen der Pferdeveranstaltung. Nun denn, die Weiterfahrt macht weiter Freude und so kommen wir schliesslich nach Scionzier, wo wir auch ein freies Zimmer finden. Zum Abendessen müssen wir aber nach Cleus fahren, wo wir Savoyer Spezialitätn geniessen: Tartiflette und Croute. Beides sehr fein. Über den grünen Salat legen wir den Mantel des Schweigens.

Zweiter Tag

Schon kurz nach dem Frühstück befinden wir uns auf der Passstrasse zum Col de la Colombière. In zügiger Fahrt geht es an den Radfahrern vorbei auf die Passhöhe. Wir legen eine kurze Pause ein, um die Aussicht zu geniessen.
Col de la Colobiere
Dann runter und gleich wieder rauf. Diesmal auf den Col des Aravis. Hier ist Kaffeepause angesagt. Auch hier prägen die teilweise noch mit Schnee bedeckten Berge die Aussicht. Nach der Abfahrt geht es Richtung Albertville. Aber nicht ganz, denn wir biegen rechtzeitig ab und steuern Beaufort an. Hier ist neben einer Erfrischung auch ein kleiner Rundgang Pflicht. Die Pause dauert damit etwas länger, was uns aber nicht stört. Schliesslich machen wir uns auf zum Cormet de Roseland. Die Fahrt wird teilweise durch Rollsplit etwas gebremst. Das sich bremsen lassen hat den Vorteil, dass man schlussendlich doch schneller ist, als jene, die im Strassengraben landen. Jene fahren auf der Passhöhe an uns vorbei, als wir Pause machen. Aber nicht all zu lange, da es hier oben keine Erfrischungen zu kaufen gibt. Also weiter und runter nach Bourg-St.-Maurice und von dort Richtung Val d' Isère. Die Fahrt dahin gestalltet sich sehr rasant. Die Kurven eher weit, der Verkehr bescheiden, der Spass riesig. Durch Val d' Isère hindurch dann sehr gemütliche 30 km/h um danach wieder Gas zu geben. Ein riesen Spass bis hinauf zum Col de l' Iséran. Hier auf 2770 MüM weht ein kühler Wind. Deshalb setzen wir uns in die Bar statt davor. Kaffee und Beignet. Mmmhh. Draussen werden wie immer die Radfahrer vor der Tafel fotogrfiert.
Col d' Iseren
Wir machen lieber Bilder von der herrlichen Bergwelt. Und fahren schliesslich weiter. In Termignon lädt uns ein hübsches Hotel zum Verweilen bzw. Übernachten. Was wir denn auch tun.

Dritter Tag

Und schon sind wir auf dem Weg Richtung Modane. Dieser wird uns aber verwehrt. Zumindest der direkte. Statt runter gehts rauf. Statt Hauptstrasse Nebenstrasse. Aber für ein Mal eine Umleitung, die sich lohnt. Statt auf dem Talboden fahren wir auf der Höhe und haben eine wunderbare Aussicht auf die Berge. Wenn nur alle Umleitungen so wären. Wie alle anderen endet auch diese irgendwann und wir sind wieder auf dem gewollten Weg. Der führt uns zur Passstrasse auf den den Col de la Télégraphe. Nun geht es so richtig los. In beschwingter Fahrt wedeln wir hinauf, nur da und dort von Autos, Campern oder Radfahrern etwas gebremst. Auf dem Col ist wie immer Pause angesagt. Mein obligater Halt hier oben mit Kaffee. Zahlreiche Radfahrer kommen und gehen, nicht ohne Foto vor der alles sagenden Tafel. Während darum herum rege am Pflanzenschmuck gearbeitet wird. Schliesslich wird es auch für uns Zeit, weiter Richtung Col du Calibier zu fahren. Diesen erreichen wir nach unzähligen Kurven und
Col du Galibier
Kehren. Den Tunnel lassen wir natürlich aus. Auch auf dem Calibier ist eine kurze Pause fällig für das eine andere Foto. Auch hier liegt noch reichlich Schnee, sodass die Berge noch etwas hübscher aussehen als sonst um diese Jahreszeit. Dann runter zum Lombard und gleich weiter nach Briançon, wo wieder mal eine Erfrischung von Nöten ist. Erfrischt und ausgeruht geht es nun auf zum Col d' Izoard. Hier hat es deutlich weniger Radler aber dafür Busse. Zum Glück aber erst kurz vor der Passhöhe. Der Izoard ist zwar nicht so hoch wie die letzten Pässe, dafür aber um einiges windiger.
Col d' Izoard
So bleiben wir nicht lange da oben und sind bald auf dem Weg ins Tal. Kaum unten geht es schon wieder hoch. Rauf zum Col de Vars. Noch weniger Verkehr, was uns in keiner Weise stört. Auf der Passhöhe machen wir noch ein Mal Pause mit Kaffe und geniessen die laue Luft und die beinah letzten Sonnenstrahlen. Runter gehts dann bei eher bdecktem Himmel. Und zwar bis Jausier, wo wir schliesslich ein Zimmer beziehen. Für noch mehr hätte die Zeit nicht gereicht. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Vierter Tag

Eigentlich wollten wir heute der Route des Grandes Alpes weiter folgen. Leider sieht das Wetter nicht danach aus. Es ist bewölkt und leichter Regen fällt. Dies an sich ginge ja noch, doch auf den höchsten Pässen wird dies wohl Nebel bzw. Fahren in den Wolken heissen. Statt den Col de la Bonette fahren wir also über den Col de la Cayole. Hier spielt das Wetter keine so grosse Rolle. Nicht die Fahrt zählt hier, sondern die Gegend. Ein grosser Teil der Passstrasse liegt in einem Naturschutzgebiet. Die Strasse ist eng und kurvig. Also so oder so nicht für so richtig flotte Fahrt geeignet. Aber sie ist ein Genuss. Auf der Südrampe machen wir gleich zwei Mal Halt. Erst für einen zusätzlichen Frühstückskaffee und kurz darauf für einen Espresso in „meinem Kurvenkaffee“ an dem ich eben nie vorbei fahre.
vor dem Kurvenkaffee
Hier ist das Wetter zwar freundlich, doch wir trauen der Sache nicht genug, um in den höchsten Bergen zu bleiben. Also ab Richtung Westen. Durch die Schlucht Daruis. Immer wieder ein Genuss.
Daruis Schlucht
Und ganz neu für die Beste aller Beifahrerinnen. Und weiter Richtung Westen gehts bis in die Nähe der nächsten grossen Schlucht. Aber die sparen wir uns für morgen auf. In Triance finden wir ein Zimmer im Schlosshotel. Schlosshotel aussen Schlosshotel innen Alles sehr schön auf leicht mittelalterlich gemacht. Nur das Essen ist eher zeitgenössisch, aber trotzdem vorzüglich. Das Ganze sehr empfehlenswert.

Fünfter Tag

Die Nacht des fürstlichen Lebens geht mit dem Frühstück und der Rechnung (die noch fürstlich!) zu Ende. Schon bald nach unserer Abfahrt erreichen wir die Schlucht des Verdon, auch bekannt als Grand Canyon des Verdon. Nicht zu Unrecht. Ein fantastisches Naturschauspiel. Schlucht von Verdon Schlucht
Wir „müssen“ einfach mehrere Male anhalten, um diese Herrlichkeit zu geniessen. Das Ganze dann abgerundet mit einer Erfrischung am westlichen Ende. Von da aus gehts auf mehr oder weniger verschlungenen Wegen Richtung Sault. Mit der einen oder anderen Pause natürlich. Lavendelfeld
Bei Sault beginnt dann der Aufstieg zum Mont Ventou. Ein absoluter Volltreffer. Kaum Verkehr und eine perfekt renovierte Strasse. Der Tour de France sei Dank. Die kommt nähmlich nächste Woche hier vorbei. Nur werden die nicht so rasant da hinauf fahren. Auch nicht mit noch so vielen Spritzen. Wir geniessen das beinahe unendlich scheinende Links-Rechts, Links-Rechts und schwingen uns in kürzester Zeit auf den kahlen Gipfel. Die Aussicht ist fantastisch. Nur die Busladung im Souvenir-Shop lässt uns auf den Kauf einer Erfrischung verzichten. Schliesslich fahren wir hinten wieder runter vom Berg und finden schon bald am Fusse desselben ein Hotel.

Sechster Tag

Frühstück im Freien. So richtog sommerlich. Danach los über Mollans ins Tal Ouvèze und über einen kleinen Col ins Tal des Charuis. Weiter über Séderon und immer weiter ostwärts. Das Wetter in den Hochalpen soll wieder besser sein. In Digne-les-bains machen wir ein weiteres Mal Halt, bevor wir über den Col de Corobin weiter wollen. Schon fast am anderen Ende des Passes setzt uns ein „Route barrée“ Zeichen ein Ende des Weges. Also zurück nach Digne und auf der Route Nationale nach St. André-les-Alpes. Von hier dann wieder auf Nebenstrassen ins Tal des Allos. Den Pass werden wir aber nicht mehr erreichen. Unsere Hinterteile lassen uns die Fahrt für heute beenden. Und dies in Colmars, was sich als Volltreffer herausstellt. Colmars Eine wunderschöne Altstadt vollständig von einer Stadtmauer umgeben. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Und ein feines Abendessen vor dem Hotel natürlich auch nicht.

Siebter Tag

Heute sind wieder hohe Pässe angesagt. Wie gestern erwähnt, wird der Col d' Allos der erste sein. Dort oben gibt es einen Kaffe und herrliche Aussicht. Die Fahrt hinunter nach Barcelonette scheint schier unendlich, macht aber viel Spass. Und je weiter runter wir kommen, desto wärmer wird es. Ohne Pause geht es weiter, vorbei am Hotel von vorgestern und schon sind wir am Fusse des Col de la Bonette. Der Aufstieg lang, sehr lang. Kein Wunder bei einer Höhe des Cime von über 2800 Metern. Die Honda muss tüchtig ran, was sie kurz vor der Passhöhe mit einer rot leuchtenden Lampe „bestätigt“. Beim höchsten Punkt bekommt sie Zeit zum Abkühlen. Wie immer hier ist die Gipfel-Tafel das Fotomotiv Nr. 1. Wir beschränken uns auf die Bergwelt. Cime de la Bonette Und weiter geht es Richtung St. Etienne de Tinée., wo rir uns endlich wieder eine Erfrischung gönnen können. Auf dem Bonette gibt es leider gar nichts dergleichen. Nach dieser ausgedehnten Pause gehts dann ziemlich zügig auf der gut ausgebauten Strasse Richtung Nizza, aber nur bis zur Abzweigung auf den Col de la Lombard /Col St. Martin. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Aufstieg zum Col de Turini. Viele Kurven, viele Kehren, viel Spass. Oben dann eine letzte Erfrischung bevor es weiter geht nach Sospel, wo wir übernachten wollen. Alle bzw. beide Hotels ausgebucht einer Hochzeit wegen. Wir versuchen unser Glück Richtung Breil und werden auf dem Col de Brouis fündig.Hotel auf dem Col de Brouis

Achter Tag

Da wir schon so nah an der französischen Grenze sind, beschliessen wir, einen Abstecher nach Italien zu machen. Also runter vom Brouis und von Breil aus Richtung Col de Tende. Ziemlich viel Verkehr hier. Wohl weil es Sonntag ist. Auf der Fahrt durch die Schlucht Saorge kommen uns dutzende wenn nicht hunderte Motorräder von Italien her entgegen. Die werden wohl den ganzen Sonntag den französischen Teil der Seealpen unsicher machen. Entgegen unserer Annahme können wir nicht über den Pass fahren. Es gibt nur den Tunnel. Und das erst noch im wechselweisen Einbahnverkehr. Auf der italienischen Seite gehts dann eher gemütlich im Fluss der vielen Autos das Tal hinunter. Dann durch die Ebene bis Busca und von dort dann endlich wieder auf erfreulicheren Wegen zurück in die Berge. Der Col d' Agnel wartet auf uns. Hier hält sich der Verkehr in Grenzen; sind wohl alle schon oben. So kommen wir zügig voran und hinauf auf den sehr hohen Agnel, was die Honda einmal mehr mit Temperatur-Warnung quittiert. Auf der Mini-Passhöhe bläst ein kühler Wind Nebelschwaden über unsere Köpfe. Dem emtsprechend ist die Aussicht.
Nebelschwaden auf dem Col d' Agnel
Aber der Motor mag die Abkühlung. Dann folgt die lange Abfahrt Richtung Guillestre, das wir aber nicht erreichen, weil wir „zu früh“ abbiegen. Hinauf zum Izoard, diesmal von Süden her. Die fantastischen Felsformationen kurz vor der Passhöhe laden zum Fotohalt. am Col d' Izoard
Die Passhöhe dann nicht mehr. Hatten wir ja schon. Also schnurstracks runter nach Briançon. Hier im erst besten Hotel eingecheckt und schon bald sind wir auf dem Weg Richtung Altstadt. Zu Fuss! Dort bekommen wir noch den Schluss des Festival Festival Mittelalterfestivals mit. Auf dem Weg zurück erwischt uns ein heftiges Gewitter. Ziemlich nass erreichen wir unser Hotel.

Neunter Tag

Pause, das heisst ein Tag ohne zu fahren. Wir erkunden die Altstadt und das dazu gehörende Drumherum. Ein gemütlicher, erholsamer Tag. BrianconBriancon

Zehnter Tag

Erstmal gehts über den eher langweiligen Col de Lautaret. Langweilig nur, was das Fahren betrifft. Auf der anderen Seite dann rechts abgebogen und rauf zum Col de Sarenne. Die Strasse ist schmal und in eher fragwürdigem Zustand. Die Herberge auf der Passhöhe ist leider wegen geschlossener Gesellschaft nicht für unsere Pause geeignet. Col de la Sarenne Also gibts erst auf der Alpe d' Huez Kaffee. Unf zwar im Flugplatzrestaurant. Ein lustiger Flugplatz. Gestartet wird Hang abwärts Richtung Tal, gelandet vom Tal her aufwärts. Auch wir müssen abwärts, aber auf der Strasse. Durch die legendären 21 Kehren. Dann weiter westwärts bis zur Abzweigung Richtung Col de la Croix de Fer. Auf der Fahrt hinauf ein erstes Mal Regen. Allerdings nicht für lange. Auf dem Col einCol de la Croix de Fer
weiterer Kaffee bevor es ein wenig zurück und über den Col de Glandon nach Norden. Bis La Chambre, wo der nächste Col wartet. Der Col de la Madelaine. Eine erfrischende Fahrt auf die genau 2000 Meter. Dort wirds noch frischer. Dank heftigem Gewitter, das wir im Restaurant wartend vorbei ziehen lassen. Bei nur noch schwachem Regen machen wir uns auf den Weg ins Tal, wo wir schon wieder auf trockenen Strassen fahrend in Aigneblanche ein nettes Hotel finden. HTL

Elfter Tag

Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir auf Richtung Bourg St. Maurice. Die Fahrt auf der Nationalstrasse geht beschwingt voran. Die Tempokontrolle der Polizei wurde uns rechtzeitig vom Gegenverkehr angezeigt. So kommen wir ungestört den ersten Pass in Angriff nehmen. In rasanter Fahrt geht es hinauf zum kleinen St. Bernhard. Kurven und Kehren scheinen nicht enden zu wollen. Die Aussicht in die umliegenden Berge ist fantastisch. Kleiner Sankt Bernhard
Auf der Passhöhe gönnen wir uns einen Kaffee und fahren so gestärkt runter Richtung Aosta. Eine irgendwie angefangene aber nicht wirklich aktive Baustelle zieht sich über zig Kilometer. So gestalltet sich die Talfahrt eher gemütlich. Im flachen Teil werden wir noch von einem Radrennen aufgehalten. Kurz vor Aosta ist dann eine kühle Erfrischung fällig um anschlissend den Grossen St. Bernhard unter die Räder zu nehmen. Vor Allem nachdem der meiste Verkehr im Tunnel verschwindet, macht der Rest der Passstrasse so richtig Spass. Wenige Kilometer vor der Passhöhe werden wir dann von einem sehr korrekt fahrenden Polizeiauto ausgebremst. Diese zu überholen scheint mir etwas gewagt, sodass wir den Rest des Anstiegs recht genütlich dahin tuckern. Auf dem Pass gönnen wir uns eine Pause und Erfrischung und sausen dann auf dem langen Weg hinunter nach Martigny. Dort werden wir von starkem Wind aus Nord empfangen. Die Fahrt nach Norden wird dadurch eher ungemütlich. Zudem kommt noch ein Gewitter auf, sodas wir uns kurz unterstellen. Bei einem weiteren Kaffehalt überblicken wir die Wetterlage. Anscheinend soll es morgen besser werden. So fahren wir nur noch bei nun eher leichtem Regen hinauf nach Villars, wo wir ein Hotelzimmer finden. Villars

Zwölfter Tag

Wie vorausgesagt herrliches Sommerwetter. Also weiter im Text über den Col de la Croix, Col de Pillon (inkl. Pause) Col de Pillon und Saanenmöser ins Simmental. Dort wieder eine Pause im Simmental und schliesslich ganz hinunter zum Thunersee. Dem folgen wir Tal aufwärts nach Interlaken und von dort noch einen Katzensprung nach Bönigen am Brienzersee, der Ferienheimat meiner Jugend. Im Oberländerhof finden wir ein Zimmer mit Seeblick. Brienzersee
Wir haben nach dieser eher kurzen Fahrt den ganzen Nachmittag Zeit, das wunderschöne, alte Dorf zu erkunden. Der Ausklang des für den Fahrer besonderen Tages findet bei Eglifilet und weiteren Köstlichkeiten statt.

Letzter Tag

Für heute ist nicht das Fahren wichtig sonder das Schauen. Trotzdem geht's hinauf. Weit hinauf. Die beste aller Beifahrerinnen wird mit einem Ausflug auf „richtige“ Berge verwöhnt. Also fahren wir nach Grindelwald, lassen das Motorrad dort stehen und fahren weiter per Bahn auf die kleine Scheidegg und gleich weiter per Bahn auf das Jungfraujoch. Höchste Bahnstation Europas. Auf dem Weg dort hinauf natürlich die obligaten Unterbrüche in der Eigernordwand und beim Eismeer. Eigernordwand Eismeer
Auf dem Joch dann der übliche Rundgang mit Sphinx, Eispalast etc.. Eispalast Das Wetter ist zwar herrlich, die Fernsicht jedoch durch zu viel Feuchtigkeit getrübt. Trotzdem geniessen wir die Zeit inmitten ewigen Schnees und Eises. Doch auch dies hat mal ein Ende und wir fahren zurück auf die Scheidegg. Den direkten Anschluss nach Grindelwald lassen wir sausen und geniessen noch etwas die Berge
Jungfrau
und ein kleines Zvieri. Dann aber doch noch runter nach Grindelwald, auf das Motorrad gesessen und ab zurück in die altägliche Welt. Mit ca 2700km mehr auf dem Zähler.